Entwicklung von Entscheidungshilfen für eine kosteneffiziente Bewässerung – Cost-Efficient Irrigation (CEFIR)

Laufzeit 01.07.2025 - 31.12.2027
Projektleitung Zimmermann, Beate
Bearbeitung Schlepphorst, Rainer, Winkler, Pauline,
Themengebiet Bewässerung , Landwirtschaft ,
Schlagwörter Bewässerung, Bewässerungssteuerung, Entscheidungshilfe, Wirtschaftlichkeit,

Die Bewässerung landwirtschaftlicher Kulturen sichert die Existenz von Agrarbetrieben bei zunehmenden Trockenperioden. Bewässerungsbetriebe stehen dabei immer vor der Herausforderung, die pflanzenbauliche Notwendigkeit von konkreten Bewässerungseinsätzen und deren ökonomische Sinnhaftigkeit in Einklang zu bringen. Insbesondere bei den in Brandenburg bedeutsamen Kulturen wie Winterweizen, Wintergerste oder Mais ist die Wirtschaftlichkeit der Bewässerung nicht in jeder Situation gegeben.

Im Projekt „Entwicklung von Entscheidungshilfen für eine kosteneffiziente Bewässerung – Cost-Efficient Irrigation (CEFIR)“ soll die Wirtschaftlichkeit der Bewässerung vor dem Bewässerungseinsatz abgeschätzt werden. Das zu entwickelnde Entscheidungsunterstützungssystem (Decision Support System, kurz DSS) soll einerseits als einfach zu bedienende Web-App zur Verfügung gestellt und andererseits in eine vorhandene App zur Bewässerungssteuerung integriert werden. Die Entwicklung erfolgt gemeinsam mit Landwirtschaftsbetrieben, welche Ackerschläge mit Kreisbewässerungsanlagen für Praxistests zur Verfügung stellen. Landwirtschaftliche Feldbewässerung kann mit dem DSS kosteneffizienter und nachhaltiger werden.

Projektpartner

Die Operationelle Gruppe in dem Projekt wird von sieben Partnern aus der Wissenschaft, der Wirtschaft, der Landwirtschaft und der Beratung gebildet:

  • Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften e.V. (FIB, Leadpartner und Koordinator)
  • Fürstenwalder Agrarprodukte GmbH Beerfelde
  • Gollwitzer Agrar GmbH
  • Hydro-Air international irrigation systems GmbH
  • IT-Direkt Business Technologies GmbH
  • Landwirtschaftliche Beratung der Agrarverbände Brandenburg GmbH
  • Öko-Landbau Canitz GbR.

 

Förderer

Die Finanzierung erfolgt mit Mitteln der Europäischen Innovationspartnerschaft für Produktivität und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft (EIP-AGRI), eine Fördermaßnahme der Europäischen Union (EU) sowie mit Mitteln das Landes Brandenburg (MLEUV).

Ressourcenschonende und wirtschaftliche Bewässerung von Zwiebeln (Allium cepa L.)

Laufzeit 01.01.2025 - 31.12.2025
Projektleitung Zimmermann, Beate
Bearbeitung Schlepphorst, Rainer,
Themengebiet Bewässerung , Landwirtschaft ,
Schlagwörter Bewässerung, Feldversuch, Tropfbewässerung, Zwiebeln,

Die Bewässerung mit Hilfe von Tropfschläuchen stellt eine besonders effiziente Methode der Wasserzufuhr dar, da hierbei das Wasser entweder unmittelbar auf der Bodenoberfläche oder in geringen Abständen darunter verteilt wird. Wasserverluste durch Interzeption oder Windabdrift treten im Unterschied zur Überkopfbewässerung somit nicht auf. Zudem liegt der Tropfschlauch in direkter Nähe zu den Pflanzenwurzeln, sodass das Wasser von den Kulturen sehr effektiv genutzt werden kann.

Auch beim Anbau von Zwiebeln (Allium cepa) wird Tropfbewässerung zur Sicherstellung der Wasserversorgung eingesetzt. Ein ertragsmindernder Einfluss von Wassermangel kann durch regelmäßige Bewässerung weitestgehend aufgefangen werden.

Speisezwiebeln wurden in 2022 deutschlandweit auf etwa 15.000 ha angebaut, davon 1.560 ha auf ökologische Art und Weise. Dabei gilt Mitteldeutschland als eine bedeutende Anbauregion für Speisezwiebeln. In 2021 wurden beispielsweise auf 520 ha in Sachsen Zwiebeln angebaut.

Betriebe der Erzeugergemeinschaft Bio-Gemüse regional AG in Sachsen bauen Zwiebeln mit Tropfbewässerung auf ihren Flächen an. Die Tropfschläuche werden dabei bisher unterirdisch geführt und in wenigen Zentimetern unter der Bodenoberfläche platziert. Allerdings ist nicht klar, in welcher Tiefe der Tropfschlauch beim Zwiebelanbau auf den Flächen der Erzeugergemeinschaft platziert werden sollte, um bestmögliche Ertragsergebnisse zu erzielen. Die Kosten für die Anschaffung und Verlegung der Tropfschläuche sind relativ hoch, weshalb ein hoher Ertrag wichtig ist. Daher wird bei der Wahl der optimalen Verlegetiefen ein hohes Potential vermutet, um kosteneffizienter zu agieren. Eine optimale Verlegetiefe sollte dazu beitragen den optimalen Ertrag zu erzielen. Es fehlen allerdings Forschungsergebnisse und Aussagen zur optimalen Verlegetiefe von Tropfschläuchen beim Anbau von Zwiebeln unter den Standortbedingungen in Mitteleuropa und im Speziellen in Mitteldeutschland. Hier setzt die vorliegende, geplante Untersuchung an, deren Ziel die Identifizierung einer ressourceneffizienten, wassersparenden und wirtschaftlichen Strategie für die Feldbewässerung der Zwiebel ist.

Auftraggeber

Bio-Gemüse regional AG

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