Forschung für die Praxis

Wir beschäftigen uns mit den durch Rohstoffgewinnung geschädigten Landschaften, insbesondere im Lausitzer Braunkohlenrevier. Dafür erarbeiten wir Sanierungslösungen, mit den thematischen Schwerpunkten Land- und forstwirtschaftliche Rekultivierung, Gewässerökologie sowie Landschaftsentwicklung und Naturschutz. Darüber hinaus werden Anpassungsstrategien für andere in ihrer Funktion beeinträchtigte Lebensräume bzw. Ökosysteme erarbeitet. Dies betrifft beispielsweise den für verarmte Böden optimierten Energiepflanzenanbau oder die Auswirkungen des Klimawandels auf Wasser, Boden und Pflanze.

wälder

Die Wiederherstellung von Wald betrifft alle Aspekte der Bodenbewertung, eine standortgerechte Baumartenwahl, Düngemaßnahmen, aber auch die Waldpflege. Einfache Anaöpgieschlüsse ausgehend vom Tagebauumland sind nicht möglich, weisen doch Rekultivierungsflächen spezifische Wuchsverhätnisse auf.

landwirtschaft

Das FIB e.V. erforscht die Entwicklung von unfruchtbaren Neulandböden hin zu produktiven, vielfältig nutzbaren Pflanzenstandorten. Im Mittelpunkt steht die Wiederherstellung der Bodenfruchtbarkeit. Um den Nährstoffkreislauf “anzukurbeln” wird der Einsatz neuartiger Bodenverbesserungsmittel getestet, beispielsweise von Humusdüngern aus veredelter Braunkohle.

gewässer

Im Mittelpunkt stehen Gewässer, die durch den Rohstoffabbau und seine Langzeitfolgen beeinfllusst oder neu hergestellt werden – also landschaftsprägende Tagebauseen, Fließgewässer und das Grundwasser. Sanierungsziele sind ein mengenäßig ausgeglichener Landschaftswasserhaushalt sowie gute Wasserqualität.

Böden

In der Sanierung degradierter Landschaften ist die Wiederherstellung der Bodenfunktion von zentraler Bedeutung. Das FIB engagiert sich unter anderem bei der Entwicklung neuer Verfahren zur Melioration stark versauerter und verdichteter Böden in den Berbaugebieten.

naturschutz

Die Erprobung von Konzepten zur Umweltbeobachtung in den genannten Räumen zielt insbesondere auf die ökologische Evaluierung der Sanierungsmaßnahmen und Folgenutzungen. Sie bildet die unverzichtbare Grundlage für das Management der Entwicklungsmaßnahmen. Dies betrifft unter anderem die Erhaltung und Pflege der neu entstandenen Naturschutzgebiete und alle Maßnahmen des aktiven Arten- bzw. Biotopschutzes.

wissentransfer

Eine Herzenssache ist die Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses. So werden in den verschiedenen grünen Studiengängen Bachelor-, Master- oder Doktorarbeiten betreut. Jedes Jahr leisten zahlreiche Studierende berufsvorbereitende Praktika ab. Nicht zuletzt ist das FIB e.V. eine anerkannte Einstatzstelle des Bundesfreiwilligendienstes und des Freiwilligen Ökologischen Jahres in Brandenburg.