Gutachten zur Waldmehrung im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft

Laufzeit 01.10.2025 - 01.10.2026
Projektleitung Köhler, Raul, Abt.-Leiter, stellv. Direktor
Bearbeitung Lukas, Stefan, Lange, Christian, Landeck, Ingmar,
Themengebiet Wälder ,
Schlagwörter Aufforstung, Boden, Rekultivierung,

Aufgrund der jahrzehntelangen Nutzung als Absetzbereiche für eisenhydroxidhaltige Sümpfungswässer aus dem angrenzenden Tagebau Kleinleipisch stellt die 15 ha große Untersuchungsfläche einen Sonderstandort dar. Das Gutachten soll dazu beitragen, die notwendige Vorbereitung für eine kurzfristige Durchführung von Aufforstungsmaßnahmen zu ermöglichen, um den Flächenpool des Landesbetrieb Forst Brandenburg zu erweitern.

Die Besonderheit der Fläche aufgrund der bergbaulichen Vorgeschichte erfordert umfassende Untersuchungen, um die Eignung für eine Erstaufforstung fundiert bewerten zu können. Im Rahmen der Erarbeitung des Gutachtens erfolgt eine umfassende Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen für die Aufforstung. Daneben werden die Standortbedingungen der Fläche detailliert erfasst. Die historische Nutzung wird in Abstimmung mit der LMBV untersucht, insbesondere hinsichtlich möglicher Belastungen durch den Bergbau. Es wird eine umfassende Erfassung des aktuellen Vegetationszustands durchgeführt.

Basierend auf den Ergebnissen der Vorarbeiten (Standortanalyse, ökologische Aspekte) werden geeignete Baumarten identifiziert, die an die spezifischen Standortbedingungen angepasst sind und eine hohe Klimawandelresilienz aufweisen. Es werden Empfehlungen für eine Mischung von Baumarten und für geeignete Aufforstungsmethoden erarbeitet, um die Biodiversität und die ökologische Stabilität zu fördern.

Projektpartner

Landesbetrieb Forst Brandenburg (LFB)

Förderer

Landesamt für Umwelt (LfU)

Pflanzenphysiologische Untersuchungen an getopften Hybridlärchen-Klonen (HLÄ-Klone) sowie Sämlingen der Europäischen Lärche (ELÄ) vor, während und nach einer künstlich induzierten Trockenstressphase

Laufzeit 12.06.2026 - 28.11.2026
Projektleitung Köhler, Raul, Abt.-Leiter, stellv. Direktor
Bearbeitung Lange, Christian,
Themengebiet Wälder ,
Schlagwörter Klimawandel, Physiologie, Trockenstress, Walderhalt,

Zur Anpassung unserer Wälder an klimatische Veränderungen ist die Bereitstellung von leistungsfähigem und hochwertigem Forstvermehrungsgut notwendig. In diesem Zusammenhang können pflanzenphysiologische Untersuchungen, z.B. Chl a-Fluoreszenz und Dualex®-Messungen, dazu dienen, stresssensitive bzw. stress-tolerante Nachkommenschaften, Herkünfte bzw. Klone einer bestimmten Baumart zu identifizieren.

An mehreren Messterminen werden sowohl Chl a-Fluoreszenz- als auch Dualex®-Untersuchungen an insgesamt 240 Hybridlärchen-Versuchspflanzen sowie 40 Sämlingen der Europäischen Lärche durchgeführt.

Nach den Hintergrundmessungen zur Bestimmung des physiologischen Ausgangsniveaus werden während einer künstlich induzierten Trockenphase erneut Untersuchungen mittels Fluorometer (HPEA) und Dualex®-Messgerät durchgeführt. Nach Ende der Trockenheitsphase erfolgt die Wiederbewässerung aller Versuchspflanzen in der Trockengruppe sowie nachfolgend physiologische Untersuchungen zur Resilienz der HLÄ-/ELÄ-Testpflanzen in der Trockengruppe. Begleitend wird die Vitalität der Versuchspflanzen visuell begutachtet.

Förderer

Staatsbetrieb Sachsenforst, Kompetenzzentrum Wald & Forstwirtschaft

Pflanzenbauliches Monitoring zur NPK-Grunddüngung von forstlichen Rekultivierungsflächen der Lausitz Energie Bergbau AG − Jahresscheibe 2025

Laufzeit 01.03.2020 - 30.11.2025
Projektleitung Köhler, Raul, Abt.-Leiter, stellv. Direktor
Bearbeitung Lange, Christian,
Themengebiet Wälder ,
Schlagwörter Aufforstung, Bodenverbesserung, Rekultivierung,

Ziel des standort- und baumartenübergreifenden Düngeversuches ist eine Optimierung der NPK-Grunddüngung auf forstlichen Rekultivierungsflächen der Lausitz Energie Bergbau AG (LE-B). Für die Hauptwirtschaftsbaumarten Gemeine Kiefer (GKI) und Traubeneiche (TEI) wird insbesondere geprüft, ob Einsparungen der applizierten Makronährstoffe Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) möglich sind, ohne das Bestockungsziel zu gefährden.

Die randomisierte Versuchsanlage umfasst vier NPK-Düngestufen: praxisübliche Düngungsvariante, Reduktion des N um 50 %, Reduktion NPK um 50 % sowie eine Nullvariante ohne Grunddüngung.

Neben Höhen- und Durchmesserbonituren erfolgt eine Nadel- und Blattanalytik, um den aktuellen NPK-Ernährungszustand der Gehölze – entsprechend der Düngevariante – zu dokumentieren.

Förderer

Lausitz Energie Bergbau AG (LE-B)

Projektbegleitendes Monitoring: Klimasensibler Umbau der Waldparkanlagen an der Krummen Lanke und am Schlachtensee

Laufzeit 01.11.2025 - 30.11.2027
Projektleitung Köhler, Raul, Abt.-Leiter, stellv. Direktor
Bearbeitung Lange, Christian,
Themengebiet Wälder ,
Schlagwörter Klimawandel, Waldmonitoring,

Eine bewährte Möglichkeit zur Dokumentation und Bewertung der Wirksamkeit von umgesetzten Maßnahmen, z.B. Querriegeln, ist die Einrichtung von jeweils zwei direkt aneinandergrenzenden Versuchsflächen mit einer Maximalgröße von 0,1 ha. Diese werden abhängig von der Ausgangssituation und den räumlich abgegrenzten Problemstellungen als Versuchsflächenpaare im Waldpark eingerichtet. Einer grundlegenden Inventur der Standorts- und Vegetationseigenschaften vor der Maßnahme folgen Wiederholungserhebungen. Dieser Versuchsaufbau erlaubt neben der Beschreibung des Initialzustands auch den Vergleich von behandelten und unbehandelten Varianten sowie die Untersuchung der zeitlichen Entwicklung von Strukturen und Eigenschaften.

Untersuchte Messparameter für die Abschätzung von Entwicklungsmaßnahmen sind:

  • mittlere Bodenfeuchte im Oberboden
  • Zusammensetzung der Humusauflage und des Oberbodens
  • Veränderung des Lichtangebots
  • Zusammensetzung der Bestandesschichten
  • Zuwachsmessungen
  • Gehölzartenvielfalt, Naturnähe
  • Bodenabtrag/Erosion

Förderer

Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin

Erfassung der Auswirkungen der EHS Applikation im Testfeld Spreetal auf Forstkulturen

Laufzeit 01.11.2025 - 31.12.2027
Projektleitung Köhler, Raul, Abt.-Leiter, stellv. Direktor
Bearbeitung Lange, Christian, Winkler, Pauline,
Themengebiet Wälder ,
Schlagwörter Aufforstung, Bodenverbesserung, Rekultivierung,

Die Versuche finden auf armen quartärem Kipp-Reinsand mit einer sehr geringen pflanzenverfügbaren Wasserspeicherkapazität – und somit unter wachstumslimitierenden Bedingungen – statt.

Die Versuchsanlage erfolgte im Sommer/Herbst 2020 mit unterschiedlichen Applikationsmengen an Eisenhydroxidschlamm (EHS) und eines organischen Bodenergänzungsstoffes. Im pflanzenbaulichen Monitoring wird eine 0,62 Hektar große Teilfläche bestehend aus 5 Langparzellen ohne Wiederholung betrachtet. Die rekultivierungstypischen Gehölzarten Stiel-Eiche, Gemeine Birke und Gemeine Kiefer werden jeweils in separaten Kleinparzellen und in üblichen Pflanzverbänden geprüft.

Die Wuchseffekte einer EHS-Anwendung – mit und ohne organischem Bodenergänzungsstoff – werden begutachtet, dabei ist der Höhenzuwachs des Einzelbaumes eine alle Standortfaktoren integrierende Bemessungsgrundlage. Darüber hinaus erfolgt eine Humus- und Bodenzustandserfassung an insgesamt fünf Bodenprofilen. Weiterhin interessiert die Ausfallrate in den Pflanzreihen, eine Vitalitätsansprache sowie die Charakterisierung der Ernährungssituation mittels jährlicher Blattanalysen an allen drei Baumarten.

Förderer

Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV)

Durchwurzelung Oberflächenabdichtungssystem Depot I Jänschwalde

Laufzeit 01.04.2025 - 30.12.2025
Projektleitung Köhler, Raul, Abt.-Leiter, stellv. Direktor
Bearbeitung Lange, Christian, Winkler, Pauline,
Themengebiet Wälder ,
Schlagwörter Aufforstung, Durchwurzelung, Rekultivierung,

Hauptziel des Oberflächenabdichtsystems (OFA) ist das Minimieren des Einsickerns von Niederschlagswasser in den Aschekörper, um die Mobilisierung und Verlagerung von Schadstoffen durch Wasser zu verhindern. Der Erhalt der Funktionalität der OFA ist daher essentiell. Neben der Schichtendicke von Rekultivierungs- und Entwässerungsschicht, sind es vor allem die pflanzenbaulichen und bodenphysikalischen Wasserhaushaltseigenschaften der verwendeten Schichtsubstrate, welche Einfluss auf die maximale Wurzeltiefe der aufstockenden Waldbäume nehmen. Baumalter oder artspezifische, genetisch bedingte Veranlagungen der Gehölze sind Einflussfaktoren, die es zu berücksichtigen gilt. Die konkrete Wurzelverteilung ist standort- bzw. bewuchsspezifisch und lässt sich grundsätzlich nur schwer vorhersagen.

Daher werden repräsentative Bäume eines Kiefernbestandes und eines Traubeneichenbestandes ausgewählt und Bodenprofile bis in eine Tiefe von maximal 2,20 m ausgehoben und beprobt.

Zur Abschätzung der Wurzelverteilung und effektiven Durchwurzelungstiefe werden an der aufgerauten Profilstirnwand die Durchwurzelungsintensität des OFA, getrennt nach Grob- und Feinwurzeln aufgenommen und bewertet. Darüber hinaus erfolgt eine Quantifizierung der Wurzelmasse nach sektionsweiser Wurzelgrabung.

Förderer

Lausitz Energie Bergbau AG (LE-B)

Erprobung neuer Reifen (Typ NOKIAN Flotation Extreme Proto 1) für 8-Rad-Holzrückezüge der Tragschlepperklasse 2 bei minimalem Reifendruck

Laufzeit 01.03.2026 - 30.11.2026
Projektleitung Köhler, Raul, Abt.-Leiter, stellv. Direktor
Bearbeitung Ertle, Christoph, Pampuch, Timo, Hofmann, Richard,
Themengebiet Wälder ,
Schlagwörter Bodenschutz, Forsttechnik, Holzernte,

Im Landeswald Brandenburg wird die forsttechnische Befahrbarkeit von Rückegassen in einem als befahrungsempfindlich eingestuften Waldstandort getestet.

Die Befahrung von zwei benachbarten Rückegassen mit vergleichbaren Bodeneigenschaften erfolgt mit einem konventionellen 8-Rad-Tragschlepper (Komatsu XF845-1) unter Volllast mit ca. 8 Tonnen Beladung. Es werden zwei unterschiedliche Reifentypen mit insgesamt jeweils 20 Überfahrten getestet, was etwa 5 regulären Holzerntemaßnahmen entspricht. Das Augenmerk liegt hierbei auf der Absenkung des Reifeninnendrucks als Maßnahme für den Bodenschutz.

Die Versuche dienen der Analyse des Einflusses der Bereifung auf die Spurgleisbildung sowie die Bodenverdichtung. Erfasste und bewertete Parameter sind mittlere Spurtiefen sowie Bodenniveauänderungen in den Fahrspuren sowie bodenphysikalische Messgrößen wie Eindringwiderstand und Scherfestigkeit. Neben der aktuellen volumetrischen Bodenfeuchte wird auch die gesättigte Wasserleitfähigkeit als Maß für die Gefahr einer sekundären Vernässung nach Befahrung erhoben.

Weiterhin erfolgt die Messung und Auswertung von maschinenbedingten Vibrationen an der Schnittstelle Reifen-Boden.

Förderer

Landesbetrieb Forst Brandenburg (LFB)

„Digitales Waldmonitoring mit Dendrometern zur Erforschung der Klimaresilienz von Mischbaumarten im Mittelsächsischen Löss-Hügelland“

Laufzeit 01.01.2026 - 31.12.2027
Projektleitung Köhler, Raul, Abt.-Leiter, stellv. Direktor
Bearbeitung Ertle, Christoph, Pampuch, Timo,
Themengebiet Wälder ,
Schlagwörter Klimaresilienz, Mischbaumarten, Monitoring, Sachsenforst, Waldwachstum,

Das Projekt verfolgt das Ziel, die Entscheidungsgrundlagen für eine standortökologische und zukunftsfähige Waldbewirtschaftung in Sachsen zu verbessern. Im Mittelpunkt steht die Erforschung der Klimaresilienz von Mischbaumarten im Mittelsächsischen Löss-Hügel-Land. Das Monitoring erfolgt mit modernen, digitalen Messmethoden (Dendrometer), die kontinuierliche und hochaufgelöste Daten zum Baumwachstum liefern. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen direkt in die Praxis der Waldbewirtschaftung und in die Ausbildung einfließen, um die Wälder Sachsens zukunftsfähig und widerstandsfähig zu gestalten.

Kernziele des Projekts:

  1. Verbesserung der Entscheidungsgrundlagen für den Waldumbau
  2. Erforschung der Klimatoleranz und Anpassungsfähigkeit
  3. Schließung von Wissenslücken
  4. Methodenentwicklung und Innovation

Projektpartner

Staatsbetrieb Sachsenforst sowie das Kompetenzzentrum für Wald und Forstwirtschaft in Graupa

Förderer

Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

PlanBIO – Bürgerforschung zur biologischen Vielfalt in Strukturwandelregionen − Erfassung, Bewertung & Monitoring von Biotopbäumen

Laufzeit 01.01.2026 - 31.12.2028
Projektleitung Köhler, Raul, Abt.-Leiter, stellv. Direktor
Bearbeitung Ertle, Christoph, Hofmann, Richard, Kleinschmidt, Friederike,
Themengebiet Bürgerforschung , Wälder ,
Schlagwörter Citizen Science, Habitatbäume, Wald- und Umweltbildung,

Jetzt online: https://planbio.fib-ev.de

PlanBIO ist ein Citizen Science-Projekt zur angewandten Landschaftsforschung und außerschulischen Umweltbildung im Lausitzer Braunkohlenrevier. Bürgerforscher*innen beobachten, kartieren und bewerten Biotopbäume, als ein Schlüsselelement biologischer Vielfalt und nachhaltiger Landschaftsentwicklung.Im nächsten Schritt wird deren Habitatwert weiter qualifiziert, auch mit optischen und akustischen Sensoren zur Besiedlung von Baumhöhlen. Neben dem allgemeinen Erkenntnisgewinn erweitert PlanBIO die methodischen Kenntnisse sowie Fähigkeiten im Bereich Bürgerforschung.

Gerade nutzungsorientierte und junge Bergbaufolgelandschaften haben in ihrem Baumbestand oft biologische Defizite. Ob einförmige Aufforstung, „Holzacker“, verarmtes Offenland, Obstplantage oder urbanes Grün: Nicht „normierte“ Gehölze sind unterrepräsentiert − aber ökologisch umso bedeutsamer und schützenswert.

PlanBIO bezieht verschiedene Flächenakteure ein und motiviert diese für den gezielten Einzelbaumschutz. So lassen sich Inventurergebnisse der Bürgerforschung für praktische Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen nutzen. Schließlich entsteht ein zusätzlicher Erkenntnisgewinn, wenn Baum-Mikrohabiate mit ihrer spezifischen Lebensraumfunktion charakterisiert werden.

PlanBIO soll Handlungskompetenz durch Wissensvermittlung erweitern: Einerseits werden die Ergebnisse mit den Bürgerforscher*innen geteilt − sei es bei Veranstaltungen, praktischen Übungen, in Workshops oder digital per Website und PlanBIO-App. Diese Informationsangebote können andere für den Schutz von Biotopbäumen motivieren, z.B. im eigenen Privatwald, oder, weil sie daraufhin in Naturschutzvereinigungen tätig werden. Andererseits ergibt die Einbeziehung von ideellen Projektpartnern konkrete Hinweise für Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen. Flächenakteure können die Daten nutzen.

Förderer

Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Projektträger:
Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG)

„Robi“ − Die Robinie als Rohstoffpflanze für industrielle Anwendungen Teilprojekt 2: Feldversuch, Kompartimentierung und Anbauempfehlung

Laufzeit 01.07.2025 - 31.12.2026
Projektleitung Köhler, Raul, Abt.-Leiter, stellv. Direktor
Bearbeitung Lange, Christian,
Themengebiet Wälder ,
Schlagwörter Anbau & Bewirtschaftung, Biopolymere, Holzinhaltsstoffe,

Wie keine andere Wirtschaftsbaumart hat die schnellwüchsige Robinie das Potenzial zur Gewinnung hochwertiger Inhaltsstoffe. Sie machen im Kernholz rund 5-6 % der Trockenmasse aus − eine Spitzenstellung unter allen Industriepflanzen. Allerdings liegen solche Feinchemikalien selten in hochreiner Form vor. Und das harte, sehr dichte Robinienholz lässt sich nur schwer aufschließen. Noch weitgehend ungenutzt ist die besonders ergiebige Baumrinde, welche bis 20 % der geernteten Biomasse ausmacht.

  • „Robi“ adaptiert bekannte Holzaufschluss- und Trennverfahren mit dem Ziel einer vollumfänglichen Stoffextraktion. In Frage kommen Kraft(Sulfat)-Prozess, Sulfit- und Alkali-Aufschluss oder das Organosolv-Verfahren.
  • Für spezifische Raffinationsschritte wird ein patentrechtlicher Schutz angestrebt. Alle Versuche erfolgen unter industrienahen Bedingungen, was eine spätere Maßstabsvergrößerung erleichtert.
  • An besonders biomassereichen Klonen bzw. Sorten wird die rohstoffliche Ausbeute bestimmt. Daran knüpfen szenarienbasierte Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und Anbauempfehlungen.

Projektpartner

Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP, Potsdam

Förderer

Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)

WIR!-Bündnis „Land − Innovation – Lausitz“ (LIL)

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