Neue Verfahren der Walderneuerung – Technikversuche zur vollmechanisierten Direktsaat

Laufzeit 16.09.2021 - 31.12.2024
Projektleitung Dirk Knoche
Bearbeitung Harbusch, Marco, Köhler, Raul,
Themengebiet Wälder,
Schlagwörter Bodenbearbeitung, Kleintechnik, Maschinensaat, Waldumbau,

Die waldökologischen Vorteile einer Waldsaat sind offensichtlich und oft beschrieben. Dennoch ist ihre Anwendung im Nordostdeutschen Tiefland bisher eher verhalten. Erfahrungsberichte zu Buchen-, Eichen-, Douglasien- und Tannen-Voraussaaten in den Mittelgebirgen oder aus Niedersachsen lassen sich nicht ohne weiteres übertragen. Die Aussaat von Waldbäumen ist situationsabhängig: Viele Faktoren beeinflussen ihr Gelingen, angefangen bei der Saatgutqualität bzw. -behandlung, über ganz zentrale methodische Fragen bis zu den Keim- und Aufwuchsbedingungen.

Im Fokus steht die Erprobung kombinierter Bodenvorbereitungs- und Saatverfahren, wie sie zum großflächigen Laubholzumbau instabiler, bereits aufgelichteter Kiefernwälder angewendet werden können. Dazu werden im südlichen Brandenburg praxisnahe Technikversuche durchgeführt und wissenschaftlich begleitet:

  • „Was sind die Erfolgs- und kritischen Faktoren? Wie schneiden vollmechanisierte Saatverfahren gegenüber herkömmlichen Pflanzmaßnahmen ab, sowohl hinsichtlich des Bestockungsziels, ihrer Bodenverträglichkeit und auch wirtschaftlich?“
  • „Lässt sich kostbares Saatgut durch technologische Neuentwicklungen einsparen, bei gleichzeitig besserem Verjüngungsergebnis? Wo liegen die Grenzen einer Saat, etwa im Organisationsaufwand?“

Dem direkten Verfahrensvergleich folgt ein pflanzenbauliches Monitoring bis hin zur gesicherten Verjüngung im frühen Dickungsalter. Durch die systematische Auswertung älterer Eichen- und Buchensaaten lässt sich das Spektrum erweitern, sowohl standörtlich-waldbaulich, aber auch was gelungene Anwendungsbeispiele betrifft.

Projektpartner

Landesbetrieb Forst Brandenburg (LFB)

Koordinationsstelle Versuchswesen des Instituts für Lebensmittel- und Umweltforschung e. V. (ILU)

Förderer

Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg (MLUK)