Nicht nur in den Niederungen, sondern auch in den höher gelegenen Flächen (Hochlagen) wurden im Rahmen von Komplexmeliorationen viele Flächen drainiert. Meist war es das Ziel, auftretendes Stauwasser abzuführen. Unter den Bedingungen des Klimawandels mit steigenden Temperaturen und zunehmender Frühjahrstrockenheit stellt sich die Frage, ob die Drainagen auf den Hochlagen noch zielführend sind. Eine Deaktivierung der Drainagen könnte hingegen dazu beitragen, sowohl die Wasserversorgung der landwirtschaftlichen Kulturen zu verbessern als auch die Grundwasserneubildung zu stärken.
Gemeinsam mit Landwirtschaftsbetrieben will das Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften e.V. (FIB) im vom Land Brandenburg geförderten Projekt „Entdraint“ nachgehen. Für einen überjährigen, ergebnisoffenen Praxisversuch suchen wir drei aufgeschlossene Betriebe mit drainierten Flächen in Brandenburger Hochlagen. Der Versuch umfasst eine temporäre und reversible Blockade von Drainagen bzw. eines Drainagestranges mit wissenschaftlicher Begleitung. Es soll untersucht werden, inwiefern sichtbare Vernässungen sowie Veränderungen in der Bodenfeuchte auftreten und ob sich Auswirkungen auf die Erträge erkennen lassen.
Förderer
Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg
