Forschungsverbundprojekt LaTerra

Laufzeit 01.10.2010 - 31.12.2015
Projektleitung Haubold-Rosar, Michael
Bearbeitung
Themengebiet Böden ,

Das Verbundprojekt LaTerra hat sich zur Aufgabe gesetzt, Ressourceneffizienz, Klimaschutz und Flächeninwertsetzung in Modellregionen Deutschlands umzusetzen, die starken regionalen, wirtschaftlichen, demographischen und klimatischen Veränderungen unterworfen sind. Die Terra Preta Südamerikas ist ein mit stabiler organischer Substanz angereicherter, sehr fruchtbarer Boden. Durch die technische Herstellung von Terra Preta Substraten und ihren Einsatz als Bodenverbesserungsmittel in den Modellregionen soll die Flächenproduktivität für den Pflanzenbau erhöht werden. Gleichzeitig ist die Etablierung eines ressourceneffizienten regionalen Stoffstrommanagements (SSM) mit der Terra Preta Technologie als einer zentralen Komponente zu prüfen.

Die Zielstellungen des in der Lausitz angesiedelten Regionalprojektes 2 sind:

  • Aufklärung und Bewertung der Wirkungen von Terra Preta Substrat (TPS) auf Bodenfunktionen und Pflanzenwachstum bei Einsatz in der landwirtschaftlichen Rekultivierung von Kippenflächen sowie der landwirtschaftlichen Nutzung ertragsschwacher Standorte in der Lausitz
  • Empfehlungen zur Gestaltung des Stoffstrommanagements und zur Konzeption der Pilotanlage für die Modellregion Lausitz
  • Ableitung von Handlungsempfehlungen für den Einsatz von TPS in der Rekultivierungs- und landwirtschaftlichen Praxis
  • Darstellung des Projektes in der Öffentlichkeit und Akteursmanagement zur Initiierung der
    TPS-Produktion bzw. -Anwendung sowie zur Umsetzung des innovativen Landnutzungs- und Stoffstrommanagements in der Lausitz
 Im Frühjahr 2011 hat das Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften Gefäß-, Lysimeter- und Freilandversuche angelegt. In den Gefäßversuchen wird die pflanzenbauliche Wirkung verschiedener Terra Preta Substrate im Vergleich zu reiner Mineraldüngung getestet. Untersuchungen zum Stofffreisetzungsverhalten und zur Stoffverlagerung erfolgen mittels Bodensäulen und Großlysimetern.
Die praxisnahen Freilandversuche werden auf landwirtschaftlichen Nutz- und Rekultivierungsflächen bis 2014 durchgeführt.
www.laterra-forschung.de

Projektpartner

Freie Universität Berlin (FUB, Verbundleitung), Fraunhofer Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie (Fh-IME), Hochschule Lausitz (HL)

Ansprechpartnerin: Dr. Ursula Weiß (Tel. 03531/7907 -13)

Förderer

Bundesministerium für Bildung und Forschung

 

Sachstandsanalyse und Erarbeitung eines Konzeptes zur Reduzierung des Haldenwasseraufkommens durch Optimierung der Haldenbegrünung an den Kalirückstandshalden im Südharzrevier

Laufzeit 01.09.2014 - 30.09.2015
Projektleitung Hildmann, Christian, Abt.-Leiter Knoche, Dirk, stellv. Direktor
Bearbeitung Landeck, Ingmar, Zimmermann, Beate, Direktorin,
Themengebiet Böden ,
Schlagwörter Grundwasser, Halden, Haldenschutzwald, Oberflächengewässer, Salzbelastung,

Im Thüringer Südharz werden mehrere Rückstandshalden aus der stillgelegten Kaliproduktion schrittweise abgedeckt und begrünt. Mit der durch die Begrünung erhöhten Verdunstung wird die Menge des stark salzhaltigen Haldenwassers reduziert. Dies ist ein Lösungsansatz, um nachteilige Auswirkungen auf die Vorfluter der Region zu verringern. Im Rahmen der Studie wird aufbauend auf der Erfassung von Vegetation und Boden von fünf Kalihalden das aktuelle Wasserrückhaltevermögen der Halden ermittelt. Ausgehend von den vorhandenen Begrünungskonzepten sollen für die Haldenstandorte die Begrünungskonzepte dahin gehend verbessert werden, dass möglichst viel Wasser zurückgehalten und verdunstet wird. Mit Modellrechnungen wird die mögliche Reduktion der Haldenwässer abgeschätzt.

Auftraggeber

Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV), Bereich Kali-Spat-Erz, Sondershausen

Praxisversuche zur technischen Befahrbarkeit des Feinerschließungssystems auf befahrungsempfindlichen Böden Ein Vergleich von Bereifungsvarianten bei der Holzrückung

Laufzeit 15.11.2015 - 14.11.2017
Projektleitung Knoche, Dirk, stellv. Direktor
Bearbeitung Ertle, Christoph, Köhler, Raul, Abt.-Leiter, stellv. Direktor,
Themengebiet Böden , Wälder ,

Trotz aller technologischen Fortschritte in der Holzernte besteht eine zunehmende Beanspruchung des Waldbodens durch Befahrung. Ständig kommen neue, immer leistungsfähigere Arbeitsmaschinen zum Einsatz. Der Einschlag erfolgt ganzjährig, auch bei ungünstigen Witterungs- und Bodenverhältnissen. So ist es eine Herausforderung, das bestehende Wegesystem dauerhaft zu erhalten und Schäden im angrenzenden Bestand zu vermeiden.

Betrachtet wird die technische Befahrbarkeit von Rückegassen mit konventionellen Tragschleppern unterschiedlicher Bereifung. In typischen Holzerntesituationen soll geprüft werden, wie sich bodenschonende „Superbreitreifen“ und „Bogiebänder“ nach mehrmaligen Überfahrten auswirken. Zur Bemessung der Oberflächenverformung dienen unter anderem photogrammetrische Methoden.

Förderer

Landesbetrieb Forst Brandenburg

Praxisversuche zur forsttechnischen Befahrbarkeit bei der Holzrückung im Wald – Ein Vergleich zwischen 6-Rad- und 8-Rad Forwarder

Laufzeit 15.11.2017 - 14.11.2019
Projektleitung Knoche, Dirk, stellv. Direktor
Bearbeitung Köhler, Raul, Abt.-Leiter, stellv. Direktor, Küchenmeister, Hans, Lange, Christian A., Ertle, Christoph,
Themengebiet Böden , Wälder ,

Im Rahmen dieses Projektes wird die Befahrbarkeit des Waldes mit radgetriebenen Holzrückezügen (Ladung: bis 14 t) untersucht. Unter typischen Südbrandenburger Waldbedingungen soll geprüft werden, wie unterschiedlich sich 6-Rad- von 8-Rad-Forwardern mit Superbreitreifen auf den Boden auswirken. Unter Anwendung des etablierten FIB-Methodensets liegt ein besonderer Fokus der Befahrungsversuche auf der Spurgleisbildung, v.a. an den Ein- und Ausfahrten der Gassen. Weiterhin werden Traktionseigenschaften der Maschinen am Hang sowie Effekte von Halblastfahrten untersucht.

Förderer

Landesbetrieb Forst Brandenburg

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