Aufgaben und Leitbild

Das im Jahr 1992 gegründete Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften e.V. (FIB) in Finsterwalde beschäftigt sich mit den durch Rohstoffgewinnung geschädigten Landschaften, insbesondere im Lausitzer Braunkohlenrevier. Dafür erarbeiten wir Sanierungslösungen, mit den thematischen Schwerpunkten: Land- und forstwirtschaftliche Rekultivierung, Gewässerökologie sowie Landschaftsentwicklung und Naturschutz.

Darüber hinaus werden Anpassungsstrategien für andere in ihrer Funktion beeinträchtigte Lebensräume bzw. Ökosysteme erarbeitet. Dies betrifft beispielsweise den für verarmte Böden optimierten Energiepflanzenanbau oder die Auswirkungen des Klimawandels auf Wasser, Boden und Pflanze.

Satzungsgemäße Aufgaben

Angewandte Forschung in Landschaften,

 

  • deren Naturhaushalt, biologische Vielfalt, Raumfunktionen, nachhaltige Nutzbarkeit und Regenerationsfähigkeit
  • durch Eingriffe und Wirkungen des Menschen wie insbesondere
  • den Bergbau aber auch Industrie, Stoffeinträge oder eine nicht standortgerechte Landnutzung
  • beeinträchtigt bzw. gestört sind

 

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Tätigkeitsschwerpunkte und Arbeitsinhalte

 

  • Erkundung, Typisierung, Bewertung, Rekultivierung und Renaturierung von Bergbauflächen, insbesondere des Braunkohlentagebaus
  • Wiederherstellung der Bodenfunktionen devastierter Standorte auf einem möglichst hohem Niveau
  • Ökosystem-Monitoring und szenariobasierte Modellierung der Landschaftsdynamik von Bergbaufolgelandschaften
  • Ableitung von Handlungsempfehlungen zur nachhaltigen Nutzung von Sonderstandorten, einschließlich des Anbaus nachwachsender Rohstoffe
  • Landschaftsplanung und -management zur Naturraumentwicklung; Entwicklung und Erprobung neuer Konzepte und Methoden des Naturschutzes
  • Untersuchung der Grundwasserneubildung sowie geo-, hydro- und biochemischer Prozesse
  • Erarbeitung von Lösungen zur Gewässersanierung und -bewirtschaftung in funktionsgestörten Landschaftsräumen

 

“Landschaftslabor Lausitz” – die Modellregion

Als Modellregion für eine anwendungsbezogenen Rekultivierungsforschung wird das Lausitzer Braunkohlenrevier angesehen („Landschaftslabor Lausitz“).

Kaum eine andere Landschaft in Mitteleuropa wird in solch radikaler Weise durch Bergbau, Klimaränderungen und den sozioökonomischen Strukturwandel umgestaltet. Andererseits ist die Dynamik der Ökosystem- und Landschaftsentwicklung einzigartig, viele der neuen Lebensräume sind von hoher ökologischer Wertigkeit und gesamtstaatlicher Bedeutung.