Die Versuche finden auf armen quartärem Kipp-Reinsand mit einer sehr geringen pflanzenverfügbaren Wasserspeicherkapazität – und somit unter wachstumslimitierenden Bedingungen – statt.
Die Versuchsanlage erfolgte im Sommer/Herbst 2020 mit unterschiedlichen Applikationsmengen an Eisenhydroxidschlamm (EHS) und eines organischen Bodenergänzungsstoffes. Im pflanzenbaulichen Monitoring wird eine 0,62 Hektar große Teilfläche bestehend aus 5 Langparzellen ohne Wiederholung betrachtet. Die rekultivierungstypischen Gehölzarten Stiel-Eiche, Gemeine Birke und Gemeine Kiefer werden jeweils in separaten Kleinparzellen und in üblichen Pflanzverbänden geprüft.
Die Wuchseffekte einer EHS-Anwendung – mit und ohne organischem Bodenergänzungsstoff – werden begutachtet, dabei ist der Höhenzuwachs des Einzelbaumes eine alle Standortfaktoren integrierende Bemessungsgrundlage. Darüber hinaus erfolgt eine Humus- und Bodenzustandserfassung an insgesamt fünf Bodenprofilen. Weiterhin interessiert die Ausfallrate in den Pflanzreihen, eine Vitalitätsansprache sowie die Charakterisierung der Ernährungssituation mittels jährlicher Blattanalysen an allen drei Baumarten.
Förderer
Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV)
